Lage in Britz
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Die Gemeinde Britz 

Der Name Britz ist slawischen Ursprungs und bedeutet - Platz oder Ort, wo Birken steh'n. Der vermutete slawische Ursprung des Dorfes konnte archäologisch noch nicht bestätigt werden. Die erste urkundliche Erwähnung findet man in der Kloster Mariensee-Grenzbeschreibungsurkunde von 1258.

Interessant ist, wie sich der Name Britz im Laufe der Jahrhunderte änderte: 1258 - Brizke, 1274 Briceke, 1375 Brisk, Brisik, Brizzig, Britzig, 1447 Breczke, 1450 Brezik, 1480 Bryseke, 1540 Brydtscke, 1684 Britz. Im Jahre 1277 schenkten die Markgrafen Johannes II. , Otto IV. und Konrad das Dorf Britz dem Kloster Chorin. In dieser Schenkungsurkunde wird dem Kloster das Recht eingeräumt, das Dorf Britz zu verlegen.

Die Anlage als Angerdorf und die Datierung des Kerns der Dorfkirche bieten Anhaltspunkte, die Entstehung des Dorfes an dieser Stelle in das 13. Jahrhundert vorzunehmen. Von 1277 - 1542 gehörte Britz dem Kloster Chorin. Von 1542 bis 1839 war Britz dem Kammergut Chorin bzw. später dem Amt Britz unterstellt.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Britz, wie alle anderen Gemeinden, stark verwüstet und war fast menschenleer. Waren 1624 noch 13 Bauern, 8 Kossäten auf ihren Länderein nebst Meierei vorhanden, so gab es 1687/88 6 Bauern und 1 Kossäten. Erst allmählich entwickelte sich wieder landwirtschaftliches Leben im Dorf Britz. 1743 sind bereits 11 Hufner mit unterschiedlichem Landbesitz, davon 1 Krüger, 8 Kossäten, davon 1 Schütze und 1 Leineweber = Schulmeister, 1 Schmied, 1 Büdner, 1 Kuh-Schwein- und Schafhirt, 1 Pferdehirt, 1 Gänsehirt und 5 Einlieger vorhanden. Den Viehbesitzern wurde das Hütungsrecht in der Grimnitzschen Heide zugesprochen. 1745 wird Britz als Kirchendorf bezeichnet mit 1 Vorwerk, 1 Schäferei, 11 Bauern, 7 Kossäten, 19 Büdner, Einlieger und anderen Einwohnern (insgesamt 204 Einwohner).

1860 finden wir getrennte Angaben über das Dorf und das Gut. So hat das Dorf drei öffentliche, 42 Wohn- und 65 Wirtschaftsgebäude (ohne Ferdinandsfelde), eine holländische Getreidemühle (die Getreidemühle ist 1928 bei einem Gewitter abgebrannt) und eine Ziegelei. Das Gut hat vier Wohn- und sechs Wirtschaftsgebäude.

1876 begann die Kolonie Britz an der Eberswalder Straße am Bahnübergang mit zwei Wohnhäuser und einer Gastwirtschaft (der heutigen Sparkasse) zu entstehen. Ab Juni 1875 hatte Britz eine offizielle Haltestelle der Berlin-Stettiner Eisenbahn, zuvor war es nur Haltepunkt für den Kaiser Wilhelm II. wenn er zur Jagd in die Schorfheide fuhr. Großen Verdienst hatte daran der damalige Rittergutsbesitzer Bertrand.

1897 setzte sich die Bevölkerung wie folgt zusammen: Ein Gemeindevorsteher (62 ha), sechs Bauern (26 - 43 ha), 16 Büdner, ein Tischler und Büdner, ein Stationsvorsteher, ein Lehrer, ein Kantor, ein Oberamtmann, zwei Rentiers, ein Hausierer, ein Rittergutsbesitzer (464 ha) und ein Königlicher Forstaufseher.

1901/02 wird das Radiatorenwerk am Bahnhof Britz erbaut, das am Anfang 40 Arbeiter beschäftigte und aus dem das spätere,,Britzer Eisenwerk" hervorging; lange Zeit der größte Arbeitgeber am Platze. 1931 hat Britz 253 Wohnhäuser mit über 2000 Einwohnern. 1946 wurden nach der Zerschlagung des Faschismus im Zuge der Bodenreform 439 ha Land enteignet. In der Landwirtschaft vollzogen sich von 1955 - 1960 die Zusammenschlüsse der Bauern zu LPG'en. 1970 schlossen sich die LPG Britz Typ III mit der LPG Golzow zur LPG Britz-Golzow mit Sitz Golzow zusammen.

Neben der Eisengießerei Britz siedelte sich 1976 noch ein Großbetrieb - das VEB Schlacht- und Verarbeitungskombinat Eberswalde mit Standort Britz an. Nach der Privatisierung 1991 ist dieses Fleischverarbeitungswerk mit seinen ca. 220 Arbeitsplätzen der größte Arbeitgeber im Amt Britz-Chorin-Oderberg.

Bis 1952 gehörte Britz zum Kreis Angermünde, danach zum Kreis Eberswalde und jetzt zum Landkreis Barnim. Heute ist Britz die größte Gemeinde im Amt Britz-Chorin-Oderberg.